PSY I - Curriculum Psychosoziale Medizin

Das PSY I-Diplom fokussiert die Theorie und Praxis der Arzt-Patient-Beziehung vor dem Hintergrund eines bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells, mit dem Schwerpunkt professionelles "ärztliches Gespräch".

Das PSY I - Diplom umfasst entsprechend den Richtlinien der ÖÄK mindestens 40 Stunden Theorie und 40 Stunden Supervision über die Dauer von einem Semester. Da die Mehrzahl der Patienten im Verbalisieren von Gefühlen und inneren Wahrnehmungen ungeübt sind und psychosoziale Probleme oft nur indirekt zur Sprache kommen, bedarf es einer Technik der Anamneseerhebung, die über das übliche Abfragen biologischer Faktoren hinausgeht: dies wird im Lehrziel des professionell geführten ärztlichen Gespräches angestrebt und erwirkt. Soweit Kränkungen und Konflikte zur Symptomentstehung bzw. zur Krankheitsentwicklung wesentlich beitragen, sollen diese erfahren (biographische Anamnese) und verbalisiert werden (d.h. dem emotionalen Inhalt eine Sprache verleihen), um das Selbstverständnis des Patienten (und damit sein Krankheitsverständnis) zu vertiefen. Letztlich soll der Arzt befähigt werden, die von ihm gesammelten Informationen und Wahrnehmungen so einzuordnen, dass sie einen Einblick in die innere Welt des Kranken erlauben. Diese Erkenntnisse werden für die Gestaltung Arzt-Patient-Beziehung bewusst genützt (Stichworte: Vertrauen, Therapietreue) und erlauben es dem Arzt, seine Arbeit patientenorientiert, für den Patienten passend und effizient zu organisieren.

Programm

Ort für die Grazer PSY I – Veranstaltungen:

 

Univ.-Klinik für Medizinische Psychologie und Psychotherapie (Seminarraum) LKH-Univ.Klinikum Graz, Auenbruggerplatz 43/III

 

Sie haben die Möglichkeit zwischen 2 Varianten zu wählen. Sie unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Balintgruppen:

 

In Variante 1 sind 30 Stunden Supervision und 10 Stunden Theorie in der Gleichenberg-Woche enthalten.

 

In Variante 2 sind diese 30 Stunden als fortlaufende Balintgruppe auf 10 Abendtermine in Graz verteilt und die restlichen 10 Stunden (Theorie) an einem eigenen Samstag-Block zu absolvieren.

 

Programm 2011 >>>

Programm 2012>>>

Balintgruppentermine

 

Gerlinde Laaha-SucharGerald Suchar

Telefonische Erreichbarkeit: 0699 192 51 613

Ort: Univ.-Klinkum Graz  f. Medizinische Psychologie und Psychotherapie

Termine WS 2011/2012 jeweils Dienstag 18:00 - 20:30 Uhr

11.10.2011

18.10.2011

08.11.2011

Wochenendtermin: 13.11.2011 von 10:00 bis 15:00 Uhr

15.11.2011

06.12.2011

10.01.2012

17.01.2012

24.01.2012

 

 

 

Diplomansuchen

Die Überprüfung der Voraussetzungen zur Einreichung für das PSY I – Diplom erfolgt über die "Wissenschaftliche Gesellschaft für psychotherapeutische Medizin". Die Einreichung und Verleihung der Diplome erfolgt über die Österreichische Akademie der Ärzte (ÖÄK-Diplom)

PSY I für AbsolventInnen der aktuellen StO der Humanmedizin

Bis auf weiteres gelten die bisherigen PSY-Diplom-Richtlinen der ÖÄK auch für AbsolventInnen der aktuellen Studienordnung für Humanmedizin.

Arbeitsunterlagen - PSY I

Fakten zur Arzt-Patient-Kommunikation

Kommunikative Fähigkeiten werden für Ärzte immer wichtiger. Studien beweisen, dass nicht gelungene Kommunikationsfähigkeit Patientenbeschwerden erhöhen. Sogenannte soft skills können trainiert werden.

Das Ärztliche Gespräch

Zahlreiche kommunikationstheoretische Erkenntnisse ermöglichen dem Arzt die Optimierung seiner persönlichen Kompetenzen und den Erwerb neuer Fähigkeiten hinsichtlich der verbalen und nonverbalen Begegnung mit dem Patienten.

Theorie der Leib-Seele-Einheit

Die Theorie für die Beziehung zwischen Körper und Geist wird im bio-psycho-sozialen Modell behandelt. Nach diesem Modell eines ganzheitlichen Krankenverständnisses sind Krankheit und Gesundheit nicht als Zustand definiert, sondern als ein dynamisches Geschehen. Demnach muss Gesundheit ständig neu kreiert werden.

Gesundheit

Aspekte eines komplexen biopsychosozialen Konstrukts und seine Korrelationen zu Optimismus und Gesundheit.
Definition Krankheit/Gesundheit

PSY-Begriffe

Begriffserklärungen für die grundlegenden Fachbegriffe im Gesundheitswesen.