PSY I - Curriculum Psychosoziale Medizin

Das PSY I-Diplom fokussiert die Theorie und Praxis der Arzt-Patient-Beziehung vor dem Hintergrund eines bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells, mit dem Schwerpunkt professionelles ärztliches Gespräch.

 

Das PSY I - Diplom umfasst entsprechend den Richtlinien der ÖÄK, über die Dauer von einem Semester, mindestens:

 

Da die Mehrzahl der Patienten im Verbalisieren von Gefühlen und inneren Wahrnehmungen ungeübt ist und psychosoziale Probleme oft nur indirekt zur Sprache kommen, bedarf es einer Technik der Anamneseerhebung, die über das übliche Abfragen biologischer Faktoren hinausgeht: dies wird im Lehrziel des professionell geführten ärztlichen Gespräches angestrebt und erwirkt. Soweit Kränkungen und Konflikte zur Symptomentstehung bzw. zur Krankheitsentwicklung wesentlich beitragen, sollen diese erfahren (biographische Anamnese) und verbalisiert werden (d.h. dem emotionalen Inhalt eine Sprache verleihen), um das Selbstverständnis des Patienten (und damit sein Krankheitsverständnis) zu vertiefen.


Letztlich soll der Arzt befähigt werden, die von ihm gesammelten Informationen und Wahrnehmungen so einzuordnen, dass sie einen Einblick in die innere Welt des Kranken erlauben. Diese Erkenntnisse werden für die Gestaltung der Arzt-Patient-Beziehung bewusst genützt (Stichworte: Vertrauen, Therapietreue) und erlauben es dem Arzt, seine Arbeit patientenorientiert, für den Patienten passend und effizient zu organisieren.

Programm

Sie haben die Möglichkeit zwischen zwei Varianten zu wählen. Die einzelnen Varianten können ab einer Zahl von 8 TeilnehmerInnen stattfinden:

  • In Variante 1 sind 30 Stunden Balintgruppe und 10 Stunden Theorie in der Gleichenberg Woche enthalten.
  • In Variante 2 sind 30 Stunden als fortlaufende Balintgruppe auf mehrere Termine in Graz verteilt und die 10 Stunden Theorie an einem eigenen Samstagsblock zu absolvieren.
  • 3 Lehrveranstaltungen absolvieren die TeilnehmerInnen beider Varianten gemeinsam in Graz (s. Semesterprogramm).

Aktuelles Programm 2017-2018 Druckversion >>>

Informationen im Überblick

Anmeldung:

ab sofort und bis spätestens 15.08.2017 per E-Mail an office@psygraz.at

WGPM-Sekretariat:

Fr. Martina Häusler, E-Mail: office@psygraz.at, Tel: 0676/340 20 30, Fax: 03174/4420 20

Inhaltliche Auskünfte:

Prim. Dr. Gerald Suchar, Tel: 0699/19251613, E-Mail: g.suchar@sanlas.at

Teilnahmegebühr:

EUR 1.090,00 für das gesamte PSYI Semesterprogramm 2017/2018

Ort der Veranstaltungen:

Univ.-Klinik für Med. Psychologie und Psychotherapie, LKH-Graz, Eingangsgebäude 3. Stock (Aufgang neben Café Gotthardt), Seminarraum oder Bibliothek (Lageplan), wenn nicht anders angegeben

Diplomansuchen

Die Überprüfung der Voraussetzungen zur Einreichung für das PSY I – Diplom erfolgt über die "Wissenschaftliche Gesellschaft für psychotherapeutische Medizin". Die Einreichung und Verleihung der Diplome erfolgt über die Österreichische Akademie der Ärzte (ÖÄK-Diplom)

Arbeitsunterlagen - PSY I

Fakten zur Arzt-Patient-Kommunikation

Kommunikative Fähigkeiten werden für Ärzte immer wichtiger. Studien beweisen, dass nicht gelungene Kommunikationsfähigkeit Patientenbeschwerden erhöhen. Sogenannte soft skills können trainiert werden.

Das Ärztliche Gespräch

Zahlreiche kommunikationstheoretische Erkenntnisse ermöglichen dem Arzt die Optimierung seiner persönlichen Kompetenzen und den Erwerb neuer Fähigkeiten hinsichtlich der verbalen und nonverbalen Begegnung mit dem Patienten.

Theorie der Leib-Seele-Einheit

Die Theorie für die Beziehung zwischen Körper und Geist wird im bio-psycho-sozialen Modell behandelt. Nach diesem Modell eines ganzheitlichen Krankenverständnisses sind Krankheit und Gesundheit nicht als Zustand definiert, sondern als ein dynamisches Geschehen. Demnach muss Gesundheit ständig neu kreiert werden.

Gesundheit

Aspekte eines komplexen biopsychosozialen Konstrukts und seine Korrelationen zu Optimismus und Gesundheit.
Definition Krankheit/Gesundheit

PSY-Begriffe

Begriffserklärungen für die grundlegenden Fachbegriffe im Gesundheitswesen. 

Jeder vierte Patient versteht seinen Arzt nicht

Zuerst heile mit dem Wort

Effektivität des Ärztlichen Gesprächs

Fakten zur Bedeutung der Arzt-Patienten-Kommunikation

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